Obwohl der Cilento im Süden des Landes liegt, gehört er trotz alledem nicht zu den heißesten Regionen Italiens. Zu verdanken hat er das eher außergewöhnliche Wetter mit dem sehr angenehmen, milden Mittelmeerklima zum einen der Nähe zum Meer und zum anderen natürlich den etwas höheren Bergen. Sie fungieren sozusagen als eine Art Puffer zwischen Küste und Hinterland. Natürlich ist das Wetter im Cilento auch genauso geprägt von Sommertrockenheit und Winterregen. Aber durch die Berge wird die Küstenregion zumindest teilweise vor kalten Winden geschützt.

Frühling bedeutet für den Cilento: Wetter-Umschwung!

Sobald im Frühjahr die kalten Luftmassen nach Norden verdrängt werden, entsteht eine mediterrane Front, die oft mit starken Winden und gelegentlich kurzen, heftigen Regenschauern sowie Gewittern einhergeht. Darüber hinaus kommt mit dem Südwind zuweilen ein Sandsturm (Scirocco oder auch Schirokko genannt) mit feinem Wüstensand aus Nordafrika auf. Hin und wieder passiert dies in solch großem Umfang, dass dadurch überall in der gesamten Region rotbrauner Staub zum Liegen kommt. Ab März wird das Wetter im Cilento dann normalerweise milder und die Temperaturen klettern langsam nach oben.

Der Cilento im Sommer: Hier lässt es sich aushalten.

Auch wenn es in den Sommermonaten im Nationalpark recht trocken ist, wird es dank der angenehm frischen Windbrisen in der Regel nicht zu heiß. Erträgliche Sommer-Temperaturen werden hier somit nur äußerst selten überschritten. Trotz Hitze bleibt es nämlich durchwegs angenehm, weil aufgrund der Berge vormittags der Südostwind Ponente von der Meeresseite Küste her ins Landesinnere weht. Abends dagegen kommt der Wind umgekehrt aus Richtung der Berge. Die Temperaturen betragen im Hochsommer tagsüber meist zwischen 25°C und 30°C sowie nachts mindestens 18°C, wobei es in den Bergen auf ca. 20°C oder weniger abkühlt.

Herbst mit Wetter-Mix, auch im Cilento.

Wenn das Sommer-Hoch gen Süden verschwindet und der Golfstrom seine Richtung ändert, wird es langsam Herbst im Nationalpark Cilento. Ab Mitte August treten dann in der Regel die ersten kurzen, hauptsächlich gewittrigen Niederschläge auf. Ab Anfang November muss man außerdem mit noch mehr Regenfällen rechnen, die zudem in vielen Fällen starken Wind mit im Gepäck haben. Nichtsdestotrotz kann man selbst zu dieser Zeit meist noch baden – auf jeden Fall jedoch bis Ende Oktober. Dank dem überaus vorteilhaften Wetter im Cilento hat das Meer dort noch sehr lange Badetemperatur, wobei das Wasser obendrein meistens sehr ruhig ist. Und was man nicht vergessen darf: Der cilentanische Herbst eignet sich wunderbar zum Wandern und Radfahren.

Winter-Wetter im Cilento: Kalt, aber nicht eisig.

Die Winter-Monate fallen in der cilentanischen Region relativ mild aus, werden allerdings gerade deshalb von überdurchschnittlich vielen Niederschlägen heimgesucht. Dadurch ist die Luft zu dieser Zeit auch relativ feucht. Zudem kann der häufig recht kalte, böige Wind aus nördlicher Richtung (Tramontana genannt) plötzliche Temperaturstürze verursachen, die in Talmündungen meist besonders stark ausfallen. Der Wind aus den westlichen Regionen lässt die Temperaturen dagegen ansteigen. Eben dieser verursacht aber auch die besagten Regenfälle, die teils kräftig sind und lange dauern können. Weil die Sonne im Cilento allerdings etwas höher steht, ist es im Nationalpark deutlich heller als in Deutschland, sodass die Farben dort merklich intensiver leuchten. In den Bergen liegt manchmal sogar Schnee und zwar in höheren Lagen teilweise wochenlang. An der Küste sinken die Temperaturen dagegen nur in Ausnahmefällen auf unter 0°C. Am kältesten wird der cilentanische Winter im Januar und Februar, wenn die Anzeige auf dem Thermometer sich zwischen 4°C und 11°C bewegt.

Perfektes Wetter für einen Urlaub im Cilento

Wie man sieht, bietet das Wetter im Nationalpark Cilento jede Menge Möglichkeiten, um dort einen abwechslungsreichen und erholsamen Urlaub zu verbringen. Die beste Reisezeit für einen Badeurlaub am Meer ist dabei theoretisch von April bis Oktober. Ideale Voraussetzungen findet man allerdings von Mai bis Mitte Juli vor, weil das Wasser dann über eine besonders angenehme Badetemperatur verfügt, die Strände aber noch weitgehend leer sind. Wanderurlaub plant man am besten für Frühling oder Herbst ein. Vor allem in den Monaten Mai, September und Oktober herrschen hierfür nämlich optimale Temperaturen zwischen 20°C und 26°C.

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