Der Nationalpark Cilento ist für Süditalien-Kenner ein überaus beliebtes Urlaubsziel und dies nicht zuletzt aufgrund seiner vielen Sehenswürdigkeiten. Wenn es darum geht, was die Region ausmacht, gibt es ein paar Punkte, die immer wieder genannt werden. So ist der Cilento zum Beispiel für sein angenehmes Klima, mit Badewetter vom Frühjahr bis zum Herbst, die bodenständige regionale Küche sowie die vielen hochwertigen Produkte wie Olivenöl, Sardellen und Käse bekannt. Aber auch die noch weitestgehend erhalten gebliebene Ursprünglichkeit sowie die zahlreichen landestypischen Traditionen und religiösen Brauchtümer, die größtenteils selbst heute noch gepflegt werden, machen den Cilento absolut einzigartig. Kein Wunder also, dass die Region zudem jede Menge interessanter Ausflugsziele zu bieten hat.

Kloster-Anlage von Padula

Das beeindruckende Kloster von Padula im Cilento (Bildquelle: Pixabay)

Kulturelle Sehenswürdigkeiten im Cilento

Gerade für Kultur-Liebhaber ist der Nationalpark ein richtiges Paradies. Was man zunächst gar nicht erwarten würde: Im Cilento gibt es viele griechische Ruinen zu bestaunen. Hierzu gehören zum einen die Tempel von Paestum, zum anderen aber auch die Ausgrabungen von Velia. Beide Sehenswürdigkeiten verfügen außerdem über ein Museum mit einigen kleineren Ausstellungsstücken. Neben der großen Anzahl an Sarazenentürmen – alte Wehrtürme, die die Küste reihenweise säumen – gibt es außerdem noch ein paar Klöster, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Während es bei der Badia von Pattano, einer byzantinischen Klosteranlage aus dem 14. Jahrhundert, nur noch ruinenartige Reste zu bestaunen gibt, zählt die Kartause San Lorenzo in Padula, die aus einer ähnlichen Zeit stammt, sicherlich zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des ganzen Cilento. Sie verfügt über den größten Kreuzgang weltweit und ist so riesig, dass theoretisch 60.000 Leute darin Platz finden würden – ein faszinierender Prachtbau, der seit 20 Jahren als Kulturdenkmal Teil des UNESCO-Welterbes ist. Weitere lohnenswerte Ausflugsziele sind zum Beispiel außerdem noch das Freilichtmuseum Roscigno Vecchio, eine Geisterstadt im Landesinneren, die verlassenen Bergdörfer San Severino di Centola und San Giovanni sowie die Burg von Agropoli.

Die Natur des Cilento – ein Mekka für Sehenswürdigkeiten

Blaue Grotte am Kap von Palinuro

Eine der berühmten blauen Grotten des Cilento am Capo Palinuro

Wer einmal seinen Urlaub in dieser Gegend verbracht hat, wird die phantastische Natur sicherlich so schnell nicht vergessen. Denn sowohl die traumhaften Meeresbuchten, als auch die grüne Hügellandschaft haben Unmengen natürlicher Sehenswürdigkeiten zu bieten. Betrachten wir uns zunächst die Küste, wird das Kap von Palinuro bereits vielen ein Begriff sein. Die Landzunge ist das wohl beliebteste Urlaubsareal der Region und vor allem bekannt für seine Bootsausflüge und Grotten. Aber auch das Naturschutzgebiet an der Punta Licosa ist das perfekte Ausflugsziel, mit seinen wunderschönen Badebuchten und den herrlichen Wanderwegen. Zauberhafte Plätze, die ebenfalls vom Wasser dominiert werden, gibt es auch im Hinterland. Von Morigerati aus gelangen Sie beispielsweise in das dortige WWF-Tal, das dem Erhalt vieler Tier- und Pflanzenarten dient. Zudem sind die Bussento-Höhlen sowie das Tal der Wasserfälle, auf Italienisch „Capelli di Venere“, ebenfalls einen Besuch wert. Weitere interessante Tropfsteinhöhlen sind das Karsthöhlensystem von Castelcivita und die Grotta dell’Angelo zwischen Pertosa und Auletta. Für Blumenliebhaber bietet sich zudem eine Fahrt in das Tal von Sassano an, in dem es eine eindrucksvolle Blütenpracht aus wilden Orchideen zu bestaunen gibt.

Weitere cilentanische Sehenswürdigkeiten: urige Bergdörfer und lebendige Küstenorte

Statue über dem Hafen von Maratea

Der Hafen von Maratea im Cilento mit Christusstatue

Doch dies war noch längst nicht alles. Abgesehen von all den bereits genannten, äußerst vielfältigen Sehenswürdigkeiten, ist der Cilento auch berühmt für seine interessanten Orte. Hierzu zählen zum einen die zahlreichen hübschen Küstenorte und charmanten Fischerdörfer wie Marina di Camerota und San Marco di Castellabate, Marina di Pisciotta und Scario. Zum anderen wird man vor allem in den ursprünglichen, mittelalterlichen Bergdörfern Castellabate, Pisciotta oder Ogliastro Cilento Zeuge der typisch süditalienischen Lebensart. Für alle, die ihren Städtetrip mit Kultur-, Bade- und Wanderurlaumarateb verbinden möchten, ist zum Beispiel die Ortschaft Maratea sehr zu empfehlen. Neben dem historischen Stadtzentrum mit 44 religiösen Bauten und tollen Stränden mit kristallklarem Wasser wartet der Monte San Biagio mit einer riesigen Christusstatue darauf, entdeckt zu werden.

An dieser beispielhaften Aufzählung wird bereits deutlich, wie viele faszinierende Sehenswürdigkeiten der Cilento für Sie bereit hält. Ein paar dieser Ausflugsziele sollten Sie sich deshalb bei Ihrer nächsten Cilento-Reise auf keinen Fall entgehen lassen!

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