Ausflugsziele im Cilento


Mit 100 km Küstenkilometern und über 1.900 m hohen Bergen ist der noch weitgehend unberührte Cilento für Badeurlauber wie für Wanderer und Radfahrer ein traumhaftes Ferienziel. Doch es gibt noch mehr zu entdecken im südlichen Kampanien!

Paestum Tempel Kampanien Süditalien
Griechen in Paestum: die hervorragend erhaltenen Tempel entführen Besucher in die Zeit der Antike.
Velia Elea Ascea Kampanien Süditalien Akropolis Ausgrabungen
Blick auf die Akropolis: das griechische Velia wurde beim Bau eines Eisenbahntunnels 1888 durch Zufall wiederentdeckt.

Reise in die Antike

An der Küste des Cilento waren ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. zwei wichtige Zentren griechischer Kulturen ansässig: Poseidonia, das spätere Paestum, und Elea, das heutige Velia.

Noch heute sind in   Paestum drei hervorragend erhaltene griechisch-dorische Tempel zu besichtigen. Erst 1968 wurde das Grab des "Turmspringers" entdeckt, das mit fünf Fresken ein bedeutendes Zeugnis antiker Kunst ablegt.

 Velia erlangte Bedeutung durch seine berühmte Philosophie-Schule mit den Hauptvertretern Parmenides und Xenon. Heute können die Überreste dieser Stadt samt seinem Amphitheater und dem Stadttor Porta Rosa besichtigt werden.

Das spätbarocke Kartäuser-Kloster "Certosa di Lorenzo" in Padula (Cilento, Kampanien) steht auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes der Menschheit und ist das größte seiner Art in Italien.
Das spätbarocke Kartäuser-Kloster "Certosa di Lorenzo" in Padula steht auf der Liste des Unesco-Weltkulturerbes der Menschheit und ist das größte seiner Art in Italien.

Unesco-Weltkulturerbe: die Kartause von Padula

Das spätbarocke Kartäuser-Kloster "Certosa di San Lorenzo" in Padula ist das größte in Italien und gehört zu den bedeutendsten kirchlichen Baudenkmälern in Italien. Seit 1998 steht das Kloster auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes.

Ein Abstecher in das oberhalb der Kartause gelegene Städtchen Padula mit seinem mittelalterlichen Kern lohnt sich. 

Pittoreske Fischerdörfer und mittelalterliche Bergorte entlang der Cilento-Küste

Aber der Cilento hat noch mehr zu bieten an interessanten und schönen Orten: viele kleine Fischerdörfer und mittelalterliche Bergorte, die nur in den Sommermonaten aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen, säumen die Küste.

Marina di Camerota Hafen Cilento Kampanien Süditalien
Besonderes Flair: der Hafen von Marina di Camerota.

Pisciotta Cilento Kampanien
In warmen Farben leuchtet der mittelalterliche Kern Pisciottas.

Das auf einem Kap gelegene Fischerdorf  Acciaroli wurde mehrmals vom Schriftsteller Hemingway besucht.

Das pittoreske  Scario am Golf von Policastro haben sich wohlhabende Städter aus Rom und Neapel für ihre Sommerfrische ausgesucht.

Agropoli Süditalien
Lebendiges Agropoli.

 Marina di Camerota lädt ein mit lebendigem Treiben, einem schönen Hafen samt Uferpromenade und einem Hauch Exotik: durch die Gassen weht südamerikanisches Flair, zurückzuführen auf Aus- und Einwanderungen.

Vor Lebensfreude sprüht auch  Agropoli mit seiner herrlichen Altstadt.

Grotten Schiff Bootsausflug Palinuro Marina di Camerota Scario Cilento
Einheimische Fischer bringen Sie zu den nur per Schiff erreichbaren Grotten bei Palinuro, Marina di Camerota und Scario.

Der Ort  Palinuro verdankt seinen Namen dem Steuermann aus Vergils Äneis, der bei der Umschiffung des Kaps von Bord fiel und ertrank. Heute bringen die Fischer Sie sicher zu den nur per Boot erreichbaren Grotten, die der berühmten Schwester auf Capri durchaus das Wasser reichen können.  

Das auf einer Anhöhe angesiedelte und zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende  Castellabate lockt mit verschlungenen Gassen und Dorfpalästen. Das romantisch verwinkelte  Pisciotta mit seinem mittelalterlichen Kern und ursprünglichen Dorfleben steht in nichts nach. Ebenfalls sehenswert ist das auf einem Hochplateau gelegene  Camerota.

Maratea Costa di Maratea Basilikata Basilicata Süditalien
Das berühmte Bergstädtchen Maratea an der gleichnamigen, spektakulären Steilküste.

Die spektakuläre Costa di Maratea

Eine Sonderrolle nimmt die Costa di Maratea ein. Obgleich  Maratea bereits zur Region Basilikata gehört, sehen viele Süditalien-Kenner den spektakulären Steilküstenabschnitt als südlichen Ausläufer des Cilento-Gebiets an.

Maratea Borgo besticht mit seinem mediterranen Kleinstadtcharme.

Morigerati Bussento Schlucht Cilento Süditalien
Eines der großen Naturwunder des Cilento: die Bussento-Schlucht bei Morigerati (Gästefoto Sproll).
Höhlen Grotten Castelcivita Pertosa Cilento Kampanien
Während vieler Jahrtausende lebten Menschen in Höhlen. Sehenswert und heute im Cilento zu besichtigen sind v.a. die Grotten von Castelcivita (s. Foto) und Pertosa.

Naturwunder im Landesinneren

Bei Morigerati liegt eines der großen Naturwunder Kampaniens: Der Fluss Bussento tritt hier nach etlichen Kilometern unterirdischen Laufs wieder an die Oberfläche, eingerahmt von einem spektakulärem Canyon.

Eindrucksvolle Höhlen kann man bei Pertosa und Castelcivita bewundern (z.B. als Alternative an einem Schlechtwettertag).

Die Karstgebirge haben hier in Jahrmillionen phantastische Stalagtiten und Stalagmiten hervorgebracht. Mehrere Kilometer unterirdische Höhlenlandschaften warten auf den Besucher.

Cilento Hinterland Urlaub Ausflug
Rocca Cilento - ein schöner Ort im Hinterland des Cilento.
Lentiscosa Kampanien Süditalien
Männer vor der Bar in Lentiscosa.

Im Hinterland: ursprüngliche Ortschaften und verlassene Dörfer

Das unberührte Hinterland des Cilento lohnt die kurvige Anreise. Unzählige, aus dem Mittelalter stammende Ortschaften, in denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ziehen Besucher in ihren Bann, z.B. das malerisch am Berghang des "Monte Fulgenti" gelegene  Laurito mit schönem Panoramablick, San Mauro la Bruca, Rocca Cilento, Lentiscosa oder Teggiano.

Durch mangelnde Perspektiven sahen und sehen sich viele Cilentani gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. San Severino ist ein Beispiel für ein mittlerweile verlassenenes, mittelalterliches Dorf samt Burg.

Büffelmozzarella Kampanien Paestum
Einige der Käsereien bieten Besuchern die Möglichkeit, Einblicke in die Mozzarella-Produktion zu erhalten.
Wasserbüffel Mozzarella Süditalien
Wasserbüffel: Lieferanten für die köstliche "mozzarella di bufala".

Kulinarische Köstlichkeiten


Das Landschaftsbild des Cilento wird stark bestimmt von den immergrünen Olivenbäumen. Wer will, kann auch an der Ernte teilnehmen, die im Herbst stattfindet. Das milde Olivenöl erscheint mittlerweile mit der strengen Qualitätsgarantie "D.O.C.", oft auch in Bio-Qualität. Gutes Olivenöl erhalten Sie z.B. beim  Landgut Fasani, bei dem Produkte in kleineren Mengen direkt gekauft werden können oder bei der  Cooperativa San Mauro Cilento, die auch cilentanische Abende mit Verköstigung ausrichtet.

Die Wasserbüffel sind die heimlichen Protagonisten der Ebene Piana di Sele um Paestum und liefern den exklusiven mozzarella di bufala. Auf dem ökologisch geführten Landgut Tenuta Vannulo z.B. kann man die beeindruckend großen und zugleich sanften Tiere aus nächster Nähe beobachten, traumhaft sahnige und vollschmeckende Mozzarella probieren und den casari bei ihrer Arbeit zusehen, die mit flinken Händen Stücke vom noch warmen Frischkäselaib abreißen. So wird der Ursprung des Wortes Mozzarellas schnell klar: mozzare bedeutet abzupfen.

Beeindruckende Schauspiele werden in der Karwoche vor Ostern aufgeführt, hier in Pisciotta.
Beeindruckende Schauspiele werden in der Karwoche vor Ostern aufgeführt, hier in Pisciotta.
Lebende Krippen kann man in der Weihnachtszeit z.B. in Agropoli bewundern.
Lebende Krippen kann man in der Weihnachtszeit z.B. in Agropoli bewundern.

Feste und Veranstaltungen im Cilento

Kulturelle Veranstaltungen und Festivitäten haben im Cilento einen festen Platz.

Religöses Brauchtum wird hier eindrucksvoll gelebt. Die Kerzenprozessionen auf dem Meer  bei   Palinuro, die dramatischen Karfreitagsprozessionen in  Pisciotta und die lebenden Krippen in Agropoli, San Severino und Torre d’Orsaia sind nur einige Beispiele aus dem vielgestaltigen Kirchenjahr.

Daneben wird Theater gespielt (z.B. im Amphitheater von  Marina di Camerota), musikalische und folkloristische Darbietungen bieten Einblicke in die Kultur und Geschichte der Ortschaften (z.B. das Südamerika-Festival „chévere“ in  Marina di Camerota) und die Wochenmärkte sind gute Einkaufsmöglichkeit, Treffpunkt und Plattform für einen Schwatz zugleich (z.B. jeden Mittwoch am Hafen in  Marina di Pisciotta).

Geisterdorf: das mittelalterliche San Severino wurde Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig verlassen.
Geisterdorf: das mittelalterliche San Severino wurde Mitte des 20. Jahrhunderts endgültig verlassen.
Festlich geschmücktes Lentiscosa.
Festlich geschmücktes Lentiscosa.

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Cilento Reiseführer Süditalien Italien
Kochen Italienisch süditalienisch Kochbuch

Unsere Buchtipps
Reiseführer "Cilento aktiv"

In seinem Reiseführer "Cilento aktiv - Aktiv-Urlaub im ursprünglichen Süditalien" (Mankau Verlag, ISBN 978-3-938396-08-7) beschreibt Peter Amann Radtouren und Wanderungen und verrät jede Menge Tipps (Badestrände, Tauchen, Reitausflüge, Gleitschirmfliegen, Höhlenforschungen, Restaurants etc.) für einen unvergesslichen Aktiv-Urlaub im Cilento.

Kochbuch "La Cucina Cilentana"

"La Cucina Cilentana – Köstlichkeiten aus der Cilento-Küche" (Mankau Verlag. ISBN 978-3-938396-02-5) lautet das Süditalien-Kochbuch von Barbara Poggi. Mit regionaltypischen Gerichten und Hinweisen darauf, wo Sie diese Spezialitäten vor Ort kosten können. Lassen Sie Ihren Urlaub nachschmecken!

Bei Ihrer Cilento-Buchung erhalten Sie wahlweise eines der beiden Bücher.

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