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Mit den Fischern aufs Meer

Pescaturismo im Cilento: Die letzten Menaica-Fischer Italiens

Regensburg, 24.02.2016: Als sich vor über 2000 Jahren die Griechen an der Cilento-Küste niederließen, brachten sie eine sehr spezielle Technik des Sardellenfischens in diesen Landstrich. Nur noch einige wenige Küstenbewohner des Cilento beherrschen und praktizieren heutzutage das Menaica-Fischen. Der Begriff geht auf die eigens und von Hand geknüpften Netze zurück, die für den Sardellenfang verwendet werden. Von April bis Juli erstreckt sich die Menaica-Saison. Im Fischerdorf Marina di Camerota haben Urlauber im Mai 2016 die Gelegenheit, dieser antiken Tradition beizuwohnen und ihren Aktivurlaub mit süditalienischem Genuss zu verbinden. In Kooperation mit dem örtlichen Hotel Calanca bietet die Ferienhausagentur Cilentano aus Regensburg sechs Tage rund um die „Alici di Menaica“ genannten Sardellen an.

Erlebnis: Ausfahrt bei Sonnenuntergang

Ein ruhiger Seegang ist Voraussetzung, um mit den Menaica-Fischern am Abend bei Sonnenuntergang mit ihren Holzbooten auf das Meer hinaus zu fahren. Etwa fünf Meilen vor der Küste werden die 200 Meter langen, handgeknüpften Netze ausgeworfen. Bis zu 10 Meter reichen sie in die Tiefe. Die Größe der Maschen ist so gefasst, dass sich nur die erwachsenen Tiere darin verfangen. In klaren Nächten orientieren sich die Fische am Mondschein und bewegen sich somit in Richtung Wasseroberfläche. Reicht der Mondschein nicht aus, locken die Fischer die Sardellen mittels Gaslampen an.

Vorsichtig und mit vereinten Kräften werden die Netze nach einigen Stunden aus dem Wasser gezogen. Im Netz haben die Sardellen bereits einen Großteil ihres Blutes verloren. Nun gilt es, sie einzeln und mit Bedacht aus den Maschen zu befreien. Ganz ohne Eis und Kühlmittel werden sie in Holzkisten an Land gebracht. 

Kulinarik: Verarbeitung auf antike Art und Weise

Teilnehmer der sechstägigen Erlebnisreise lernen auch, die blau schimmernden Fische nach Art der in den einstigen Griechensiedlungen Poseidonia und Elea ansässigen Fischer zu verarbeiten. Einer, der die antike Methode der „Alici di Menaica“ noch heute anwendet, ist Luca Cella. In seinem Laboratorio vor den Toren Palinuros stellt er aus fangfrischem Fisch und anderen Köstlichkeiten des Cilento erstklassige Produkte her.

Fleißige Helfer sind Luca willkommen, wenn es darum geht, die Sardellen früh am Morgen in Salzlake zu waschen und Stück für Stück in Terrakottagefäßen zu schichten. Meersalz zwischen den einzelnen Schichten wirkt als natürliches Konservierungsmittel. Für mindestens drei bis vier Monate werden die „Alici“ nun an einem kühlen und feuchten Ort gelagert, um ihren intensiven, würzigen Geschmack zu erhalten. 

Dank der Bewahrung dieser antiken Tradition besitzen die „Alici di Menaica“ heute einen wahren Seltenheitswert unter den kulinarischen Produkten Italiens und sind eines von einer Handvoll eingetragener Slow-Food-Produkte aus dem Cilento. Das helle, rosafarbene Fleisch unterscheidet sie von kommerziell gefangenen und verarbeiteten Sardellen.

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Informationen zum Menaica-Fischen finden Sie hier.

 

 


Hintergrundinformationen:

Cilentano hat sich auf die Vermittlung von persönlich ausgewählten Ferienunterkünften in Süditalien spezialisiert. 1999 gegründet, ist das Regensburger Unternehmen heute der größte Anbieter von Ferienwohnungen und -häusern im Cilento und hat rund 200 Objekte in Süditalien (Cilento, Amalfiküste, Sizilien, Kalabrien, Apulien) im Programm. Außerdem vermittelt Cilentano diverse Erlebnisreisen, darunter Gruppenwanderungen, Kochkurse im Cilento und an der Amalfiküste sowie eine Individuelle Genussreise. Die Homepage www.cilentano.de bietet umfassende Informationen und viele Fotos zum Angebot von Cilentano. Ferienwohnungen und -häuser aller Preisklassen, Landhäuser, B&B-Unterkünfte und Hotels sind ebenso wie Gruppenreisen detailliert beschrieben und direkt buchbar.

Cilentano ist Mitglied im „forum anders reisen“, einer Organisation von Reiseveranstaltern, die sich dem sanften Tourismus verpflichtet fühlen. Seit 2010 trägt das Regensburger Unternehmen zudem das CSR-Siegel, das für umwelt- und sozialverträgliches Wirtschaften verliehen wird.

Der Cilento beginnt etwa 100 Kilometer südlich von Neapel. Zwischen Paestum im Norden, den Monti Alburni im Osten und Sapri im Süden liegt ein Paradies für Aktivurlauber. Als zweitgrößter Nationalpark Italiens und UNESCO-Weltkulturerbe ist der Cilento vom Massentourismus verschont geblieben. Der unmittelbare Kontrast zwischen der Küste mit feinen Sandstränden und dem hügeligen Hinterland mit bis zu 1.900 Meter hohen Bergen macht das Gebiet besonders für Wanderer interessant.

Das familiengeführte Hotel Calanca unter Leitung von Andrea Bilfuco befindet sich im Herzen Marina di Camerotas direkt am Meer. Die Teilnehmer der Erlebnisreise sind hier untergebracht. Wenige hundert Meter trennen das Hotel vom Hafen des Ortes, von wo aus die Ausfahrt mit den Menaica-Fischern beginnt. Organisierte Angelausflüge werden auch tagsüber ab Marina di Camerota angeboten und können vor Ort hinzugebucht werden. 

Luca Cella ist im Cilento geboren und aufgewachsen. Nach einigen Jahren im Ausland ist er nach Marina di Camerota zurückgekehrt. In seinem Laboratorio AURA stellt er typisch kulinarische Produkte des Cilento her. An den kulinarischen Traditionen des Cilento interessierten Urlaubern gewährt er nach Voranmeldung gern Einblick in seine Arbeit. 

 

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an: 

Cilentano – Natürlich Süditalien

Ina Wickenhagen

Ludwig-Eckert-Str. 10

93049 Regensburg

 

Tel. (0941) 567646-0

Fax (0941) 567646-1

 

E-Mail: info@cilentano.de  

Internet: www.cilentano.de   

 

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