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Wandertipps von Peter Amann


"Der Cilento ist landschaftlich und kulturgeschichtlich eines der vielseitigsten Wandergebiete Süditaliens. Meer und Berge liegen nah beieinander, bäuerliche Kulturlandschaften mit uralten Olivenhainen wechseln sich mit duftender Macchia und lauschigen Wäldern ab."

 

Wandertipps von Peter Amann


"Der Cilento ist landschaftlich und kulturgeschichtlich eines der vielseitigsten Wandergebiete Süditaliens. Meer und Berge liegen nah beieinander, bäuerliche Kulturlandschaften mit uralten Olivenhainen wechseln sich mit duftender Macchia und lauschigen Wäldern ab."

In seinem Reise- und Wanderführer "Cilento aktiv mit Costa di Maratea" beschreibt der Süditalien-Experte und Wanderführer Peter Amann 26 Wandertouren.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors dürfen wir Ihnen diese Touren kurz vorstellen. Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Wanderungen (inkl. Kartenmaterial) finden Sie in besagtem Buch.

Tipp: Unsere Kunden erhalten mit ihrer Cilento-Buchung ein Exemplar des Titels "Cilento aktiv mit Costa di Maratea".

Wir wünschen Ihnen nun einen guten Vorgeschmack auf Ihren Wander-Urlaub im Cilento!

An klaren Tagen reicht der Blick von Capáccio Vecchio weit über die Sele-Ebene bis zur Amalfitana und Capri.

1. Capàccio Vecchio - Ausblick auf Geschichte

Selbst ohne den Spaziergang lohnt die kurze Fahrt von Paestum hoch zum Santuario Madonna del Granato. So wie Capáccio die mittelalterliche Nachfolgesiedlung von Paestum war, so lebt der Hera-Kult in der Verehrung der Granatapfel-Madonna fort. Vom Kirchenvorplatz genießt man einen herrlichen Blick auf die Sele-Ebene mit den antiken Tempeln von Paestum, den Golf von Salerno und die Amalfitana. Oberhalb der Kirche liegen die Ruinen von Capáccio Vecchio.

Ein häufiger Anblick im Landesinneren des Cilento: Männer vor einer Bar.

2. Monte Vésole – Gelato con vista

Der Monte Vésole ist einer der besten Aussichtsgipfel des nördlichen Cilento! Am Fuße des Berges wurde noch bis ins 20. Jh. in zwei kreisrunden ausgemau­erten Gruben (sog. nevere) im Winter Schnee gesammelt, zu Eis gepresst und zwischen isolierenden Schichten von Farnen, Blättern und Spreu aufbewahrt. Mit Maultieren Fuhre um Fuhre zu Tal ge­bracht, wurde das Eis auf Sommerfesten z. B. zu erfrischender Granita verarbeitet.  

Charakter: Einfache, sehr lohnende Gipfelbesteigung auch mit Kindern.
Gehzeit gesamt: ca. 1 Std. 15 Min.
Länge: ca. 3 km.

Die Wanderung hoch über der Küste führt durch blühende Macchia. Im Hintergrund die Punta Licosa.

3. Punta Tresino – Halbinsel mit Vergangenheit

Auf der Halbinsel zwischen Agròpoli und S. Maria di Castellabate ist die Zeit stehen geblieben. Nicht nur Kindern macht es Spaß, durch den verlassenen Ort S. Giovanni zu streifen. Auf alten Ackerterrassen und in aufgegebenenOlivenhainen breitet sich duftende Mac­chia aus, während unter der Erde die Reste des antiken Trezene schlummern. Die weit verbreiteten hohen Büschel des Mauretanischen Riesengrases (Ampe-lodesmos mauretanicus) sind ein Indiz dafür, dass hier Hirten gelegentlich Feuer legen.

Charakter: Mittelschwere Rundwande­rung mit weiten Landschaftsblicken. Breite Schotterpisten und alte Wirtschaftswege. Längere Abschnitte im offenen Gelände, teils Schatten.
Gehzeit gesamt: ca. 4 Std.
Länge: 12 km.

In den Kiefernhainen an der Punta Licosa fängt sich nachmittags das Sonnenlicht.

4. Punta Licosa – Sirenen-Kap

Laut Strabon verdanken das Kap und die vorgelagerte Insel ihren Namen der Sirene Leucosia. Der Sage nach suchte sie hier den Tod, nachdem Odysseus sich, scheinbar unbeeindruckt von ihrem ver-führerischen Gesang, von seinen Mannen hatte vorbeirudern lassen. Besonders zau¬berhaft ist der Küstenabschnitt zwischen Punta Licosa und Punta Ogliastro. In diesem Abschnitt verläuft ein schmaler Pfad mit leichtem Auf und Ab unmittelbar am Meer, teils im Schatten hoher Schirmpinien, teils durch duftende Küstenmacchia. Zwischen S. Marco di Castellabate und der Punta Licosa genießt man die Blicke auf den Golf von Castellabate, die Punta Tresino, die Amalfitana und bei guter Sicht sogar Capri.

Charakter: Einfache Streckenwanderung ohne nennenswerte Höhenunterschiede. Unterwegs kann man auf bezeichnetem Weg zum Monte Licosa aufsteigen.
Gehzeit gesamt: einfach 2 – 2 Std. 30 Min.
Länge: 7 km einfach.

Blick auf Castellabate von unterwegs.

5. Monte Licosa – Belvedere für Bambini

Der Aufstieg zur verfallenen Marine-Be­obachtungsstation oberhalb der Punta Licosa ist eine lohnende „Bergtour”, auch für Kinder. Im Frühsommer überziehen blühende Zistrosen die Hänge.  

Charakter: Einfache Gipfelbesteigung, für Kinder eventuell mittelschwer.
Gehzeit gesamt: ca. 2 Std. 30 Min.
Länge: 11 km.

Im Frühjahr überzieht sich der Waldboden mit blühenden Narzissen.

6. Monte della Stella – Den Cilento im Blick

Vom Monte della Stella liegt einem der Süden Kampaniens zu Füßen. Wie der Monte Gelbison, seit Urzeiten ein heiliger Berg, hatte er in der Antike auch praktische Bedeutung als Signalstation zwischen Poseidonia (Paestum) und Elea (Velia). Den kegelförmigen Berg, ursprünglich Monte Cilento genannt, umgibt ein Kranz mittelalterlicher Orte. Mitte August strömen Pilger aus allen Himmelsrichtungen zum Santuario della Madonna della Stella, das sich unterhalb des Gipfels anstelle einer alten Langobardenfestung erhebt. Die Radarstation auf dem Gipfelplateau ist eine der wichtigsten Flugleitstellen Süditaliens.

Charakter: Abschnittsweise steiler Anstieg auf deutlichem Pfad, der z. T. schattig über einen aussichtsreichen Grat führt. Zurück auf demselben Weg. Der Gipfel ist von Omignano aus auch mit dem Auto zu erreichen.
Gehzeit gesamt: ca. 3 Std.
Länge: 8 km.

Acciaroli, reizvoller Küstenort im Norden des Cilento.

7. Von Pioppi nach Acciaroli – Lohnender Umweg

Dieser „Umweg“ durch das bäuerli­che Hinterland verbindet zwei reizvolle Küstenorte miteinander. Frei vom Durch­gangsverkehr ist Póllica einer der hüb­schesten Orte im westlichen Cilento. 

Charakter: Verkehrsfreie Straßen und Feldwege, herrliche Ausblicke.
Gehzeit gesamt: ca. 4 – 5 Std.
Länge: 15 km.

Die Cappella S. Mauro klebt wie ein Schwalbennest an der Felswand.

8. Magliano Vètere – Felskapellen mit Fernblick

Der Höhenzug im Südwesten der Calore-Schucht ist ein klei­nes Wanderparadies mit viel Belvedere.

Die Pro Loco hat in den Orten Capizzo, Magliano Vètere und Magliano Nuovo Wandertafeln aufstellen und Wege mar­kieren lassen.  

Charakter: Tolle Ausblicke und schat­tige Wälder. Felsstufen, Kammpfade und breite Wirtschaftswege.
Gehzeit gesamt: ca. 3 Std 30 Min.
Länge: 9 km.

Der Calore hat auf seinem Lauf durch die enge Felsschlucht bizarre Formen geschaffen.

9. Gole del Calore – Paradies für Flussotter

Der Calore bildet auf seinem Lauf von den Hängen des Monte Cervati bis ans Tyrrhenische Meer fünf Schluchten, die eindrucksvollste ist jene zwischen Felitto und Magliano. Hier le­ben die selten gewordenen, nachtaktiven Flussotter.  

Charakter: Abschnittsweise rutschige Wege durch eine kühle Schlucht, meist Waldschatten. Leichte Kletterpassagen.
Gehzeit gesamt: 2 Std.
Länge: 4 – 5 km.

Das rätselhafte Steinrelief eines Schamanen hält seit Jahrtausenden Wache über dem Calore-Tal.

10. Costa Palomba – Steinkrieger in den Monti Alburni

Seit dem 5. Jh. v. Chr. hält auf der 1.125 m hohen Costa Palomba eine in den Fels geschlagene, heute rätselhaft wirkende Figur eines Kriegers oder Schamanen Wa­che über das Valle del Calore, das sich im Südwesten ausbreitet. Lukaner besuchten den heiligen Ort, der auch heute nichts von seiner Ausstrahlung eingebüßt hat. Im Dialekt heißt die Figur Antece, der Vorfahre. Ein herrlicher Fleck für ein Picknick, oder auch um den Sonnen­untergang zu erleben.  

Charakter: Einfache Wanderung auf Forstwegen und Pfaden.
Gehzeit: 1 Std. hin und zurück.
Länge: 2 km hin und zurück.

Eine alte steingepflasterte Salz-Handelsstraße begleitet den Lauf des Calore.

11. Grava di Vesalo – Ein Bach verschwindet

Der sympathische Bergort Valle dell’Angelo ist Ausgangs- und Endpunkt dieser abwechslungsreichen Rundwan­derung am Oberlauf des Calore.

Beein­druckende Bergpanoramen wechseln mit Wiesen und lauschigen Wäldern ab.

Ein Abstecher führt zur Grava di Vesalo, ei­nem abgrundtiefen Karstschlund. 

Charakter: Abwechslungsreiche Tageswanderung auf überwiegend breiten, teils schattigen Wegen.
Gehzeit gesamt: ca. 6 Std.
Länge: 18 km.

Die Nevera ist eine tiefe Karstspalte, in der der Schnee über den Sommer liegen bleibt.

12. Monte Cervati – Höchstes Gipfelglück

Aus allen Himmelsrichtungen erreichen Pilgerwege das Marienheiligtum Madonna della Neve auf dem Monte Cervati, mit 1899 m der höchste Gipfel des Cilento. Die schönste Route führt durch ausge­dehnte Buchenwälder, über Almweiden und vorbei an eindrucksvollen Karstfor­mationen von Piaggine heran.

Charakter: Tagesrundwanderung auf meist breiten, größtenteils markierten We­gen. Brunnen unterwegs.
Gehzeit gesamt: 5 – 6 Std.
Länge: 15 km.

Am Croce di Rofrano begegnen sich zwei Pilgerwege. Steine, die von Gläubigen als Votivgabe heraufgetragen werden, bilden inzwischen einen kleinen Berg.

13. Monte Gelbison – Heiliger Berg

Von Novi Vélia führt ein alter Pilgerweg zum Santuario della Madonna del Sacro Monte auf den Gipfel des 1.705 m hohen Monte Gelbison. Gelegentlich trifft man unterwegs Pilger, die zum Teil barfuß bis zum Heiligtum aufsteigen, die meisten fahren jedoch auf der kur­venreichen Straße mit dem Auto hoch. Am letzten Mai-Sonntag und am zweiten Sonntag im Oktober bewe­gen sich allerdings ganze Menschenströme zu Fuß auf den heiligen Berg.  

Charakter: Angenehmer Anstieg auf breiten Wegen durch schattige Wälder, auf demselben Weg zurück.
Gehzeit: Aufstieg 2 Std., Abstieg 1 Std. 30 Min.
Länge: 10 km (hin und zurück).

In Vélia lässt sich Ruinenromantik auf einem Spaziergang erleben.

14. Vélia – Wettlauf mit Philosophen

Die Ausgrabung des antiken Elea (Vélia) ist eine der UNESCO-Weltkulturerbestät­ten. Weniger der Ruinen wegen, die in Paestum bedeutsamer und eindrucksvol­ler sind, sondern weil hier vor 2.500 Jah­ren Gedanken gedacht wurden, die zur Grundlage der Moderne zählen. Um die Lehre seines Lehrers Parmenides zu ver­teidigen, erfand Zenon z. B. die Paradoxa – Beweise, die sich gegen („para“) die im Volk verbreiteten Meinungen („doxa“) richteten. Berühmt ist das Paradoxon vom Wettlauf zwischen Achilles und der Schildkröte, aber das ist eine andere Geschichte. Nach Vélia verirren sich nur selten Touristenbusse – und was wenige wissen: Innerhalb der archäologischen Zone kann man herrlich wandern.  

Charakter: Leichte Streckenwanderung mit weiten Landschaftsblicken.
Gehzeit: Hin und zurück 1– 2 Std.
Länge: 3 km.

Das hübsche Pisciotta ist Anfangs- und Endpunkt schöner Wanderungen.

15. Castelluccio – Hausberg von Pisciotta

Schöne Ausblicke und schattige Wälder wechseln sich auf dieser Rundwanderung ab. Vom 701 m hohen Gipfel des Castel­luccio genießen wir einen 360 °-Blick.  

Charakter: Mittelschwere Wanderung auf Wald- und alten Wirtschaftswegen mit anfänglich steilem Aufstieg auf Treppenwegen und auf dem Rückweg teils steilem Abstieg auf Schotterpisten nach Pisciotta (Stöcke!).
Gehzeit gesamt: 3 Std. 30 Min.
Länge: 10 km.

Am Capo Palinuro läuft die Cilento-Küste zur Hochform auf.

16. Capo Palinuro – Weiter Horizont

Am Capo Palinuro läuft die Cilento-Küste zur Hochform auf. Die senkrecht aus dem Meer aufsteigenden Kalkfelsen dientenbereits frühen Seefahrern zur Orientier-ung, flößten ihnen aber auch Angst ein.In der Änäis schildert Vergil den Tod des Steuermannes Palinuros. Vom Hochplateau bietet sich ein herrlicher Rundblick. Von Februar bis März blüht auf schattigen Felsen in Meeresnähe die Palinuro-Primel (Primula palinuri), endemisches Glazialre­likt und Emblem des Nationalparks.  

Charakter: Spaziergänge mit Fernblick.
Gehzeit: 1– 2 Std.

In San Severino di Centola kann man Fantasie und Blicke schweifen lassen.

17. San Severino di Centola – Eine Geisterstadt

Das alte San Severino di Centola, bis Mitte des 19. Jh. noch San Severino di Camerota, erhebt sich auf einem Felsgrat über der Mingardo-Schlucht und dem modernen Ort gleichen Namens. Im 16. Jh. konnte unter spanischer Herrschaft vermeldet werden: „Muros buenos y castillo fuerte al pié de la tierra en una rocca.“ Die Festung hielt eine Schlüssel¬position zur Kontrolle des Territoriums. Es bestanden Sichtverbindungen zu anderen Burgen und Küstenwachttürmen. Was früher von strategischer Bedeutung war, genießen wir heute als Belvedere. Beachten Sie jedoch, dass der Ort seit geraumer Zeit nicht mehr besichtigt werden kann.

Eine uralte Handelsstraße erlebt ihre Wiedergeburt als Wanderweg.

18. Camerota – S. Cono – Höhenweg über dem Meer

Der alte Verbindungsweg, der von Came­rota vorbei an der Cappella S. Antonio und dem verfallenen Iazzo S. Cono bis an die Mingardo-Mündung südlich des Arco Naturale ans Meer führt, ist als Wander­weg neu angelegt.  

Charakter: Die aussichtsreiche Kurze-Hosen-Tour endet an einem tollen Bade­strand. Breite Wege ohne Orientierungs­schwierigkeiten.
Gehzeit gesamt: ca. 2 Std. 30 MIn. (einfach).
Länge: 9 km.

19. Porto degli Infreschi – Erfrischende Paradiesbucht

Östlich von Marina di Camerota erstreckt sich einer der wildesten Küstenabschnitte des Parco del Cilento. Der Porto degli In­freschi, ein kristallklarer Naturhafen am Golfo di Policastro, verdankt Kaltwasser­austritten seinen Namen. Früher nutzten Fischer die kühlen Grotten, um ihren Tagesfang frisch zu halten.  

Charakter: Kurze-Hosen-Wanderung durch duftende Macchia auf meist guten Pfaden, Schotterpisten. Kurze Abschnitte auf kaum befahrener Teerstraße. Zahlrei­che Badegelegenheiten unterwegs, kaum Schatten.
Gehzeit gesamt: ca. 3 Std. 30 Min. hin und zurück.
Länge: 12 km (hin und zurück).

Der Porto degli Infreschi ist ein kristallklarer Naturhafen am Golf von Policastro.
Belvedere Ciolandrea: Die Buchten an der Costa Masseta lassen sich nur zu Fuß oder mit Boot erreichen.

20. Vallone del Marcellino – Wildes Tal

Der Vallone del Marcellino ist eine wild­romatische Talschlucht mit herrlicher Vegetation. Nach starken Regenfällen füllen sich die Gumpen mit Wasser. In den steilen Felsklippen nisten Falken. Am Ende der Wanderung wartet ein einsamer Kiesstrand am Golf von Policastro.  

Charakter: Mittelschwere Strecken­wanderung. Breite Pisten und Pfade, die etwas verwachsen sein können.
Gehzeit gesamt: 2 Std. 30 Min. – 3 Std. (einfach).
Länge: 8,5 km (einfach).

Stolz erhebt sich der Monte Bulgherìa über S. Giovanni a Piro.

21. Monte Bulgherìa – Weitblick und Lavendelduft

Charakter: Mittelschwere bis an­spruchsvolle Rundwanderung, die ein bis­schen Orientierungsgeschick erfordert.
Gehzeit gesamt: ca. 4 Std.
Länge: 10 km.

Im Osten taucht die Costa di Maratea auf.

22. Scário – Über dem Golf von Policastro

Westlich von Scário erstreckt sich wild und beinahe unberührt die Costa Masset­ta. Ein Wanderweg hoch über der Küste führt mit herrlichen Ausblicken durch duftende Macchia.  

Charakter: Einfache Wanderung, wenn man auf dem Hauptweg bleibt bzw. nur zum Turm aufsteigt. Ohne gute Schuhe und etwas Bergerfahrung ist von den Ab­stiegen zum Meer abzuraten.
Gehzeit: ca. 45 Min. (einfach).
Länge: ca. 3 km.

Der Bussento fließt durch eine enge Schlucht.

23. Morigerati – Ein Fluss taucht auf

Der Fiume Bussento entspringt am Fuße des M. Cervati. Bei Caselle in Pittari verschwindet er im Karst, um nach 8 km unterirdischem Lauf in einer faszinieren­den Talschlucht unterhalb des mittelal­terlichen Städtchens Morigerati wieder aufzutauchen.  

Charakter: Einfache Rundwanderung, die v. a. auch Kinder spannend finden.
Gehzeit: ca. 1 Std. hin und zurück.
Länge: 2 km.

Fast wie in Rio: Christus breitet die Arme aus.

24. Monte S. Biágio – Christus sieht fern

Hoch über Maratea erhebt sich eine 22 m hohe Christus-Statue aus weißem Beton, die mit ausgebreiteten Armen der Küste den Rücken zuwendet und ins Landesinnere blickt. Zu Füßen des Redentore genießt man einen der schönsten Ausbli­cke auf den Golf von Policastro und den südlichen Cilento.  

Charakter: Kinderleichte Bergtour mit herrlichem Panorama. Zum Redentore (Erlöser) führt auch eine Straße hoch. Ihr folgen wir im Abstieg einige rasante Kur­ven lang. Ansonsten führt die Wanderung auf schönen alten Wirtschaftswegen.
Gehzeit: Auf- und Abstieg 2 Std.
Länge: 6 km.

Jenseits des Valle del Noce erhebt sich der M. Sirino.

25. Monte Crivo – Alpinistische Kühe

Vom 1.277 m hohen verkarsteten Gipfel schweift der Blick nicht nur über die Costa di Maratea, sondern den Golf von Policastro, den südlichen Cilento und über die höchsten Gipfel der Basilikata und Kalabriens. An klaren Tagen ist sogar die Vulkaninsel Stromboli zu sehen.  

Charakter: Anspruchsvolle Bergtour über teils stark verkarstetes Gelände und völlig ohne Schatten.
Gehzeit gesamt: 4 Std. 30 Min. – 5 Std.
Länge: 11 km.

Am Horizont die Berge Kalabriens.

26. Secca di Castrocucco – Ausschau nach Piraten

Reizvolle Küstenwanderung durch duften­de Macchia, mit Kindern ein Mini-Aben­teuer. Küstenwachttürme wie die Torre Caina wurden im 16. Jh. errichtet, um nach Piratenschiffen Ausschau zu halten und die Bevölkerung durch Feuerzeichen rechtzeitig zu warnen. Daher der Aus­spruch: Eine Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer!  

Charakter: Leichte Wanderung, teils auf schmalem Felspfad, teils auf breitem, schattigem Weg. Trotzdem feste Schuhe anziehen!
Gehzeit: 1 Std. hin und zurück.
Länge: 4,5 km.